Flusslandschaftstypen Österreichs

Leitbilder für eine nachhaltige Entwicklung von Flusslandschaften

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Projektleitung:

Susanne Muhar
Abt.f.Hydrobiologie, Fischereiwirtschaft und Aquakultur, Univ. f. Bodenkultur Wien


Projektabschluss: Mai 2003
 

 

Österreichische Wasser- und Abfallwirtschaft Nr. 55 / 7-8 2003 (Springer Verlag)


 

Abstracts

Editoral
Das vorliegende Heft ist den Themen Flusslandschaftstypisierung, Status quo der österreichischen Flüsse sowie den methodischen Aspekten eines integrativen Flusslandschaftsmanagements - dargestellt anhand des Fallbeispieles Möll - gewidmet, welche im inter- und transdisziplinären Forschungsprojekt Flusslandschaftstypen Österreichs - Leitbilder für eine nachhaltige Entwicklung von Flusslandschaften behandelt wurden. Das über drei Jahre laufende Forschungsprojekt wurde vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur im Rahmen des Forschungsschwerpunktes Kulturlandschaft beauftragt und in Kooperation mit der Bundeswasserbauverwaltung sowie zahlreichen anderen VertreterInnen aus Verwaltung, Wissenschaft und Praxis durchgeführt.

 springer verlag

Die in diesem Heft erscheinenden Originalarbeiten stellen ausgewählte Inhalte des Forschungsprojektes dar und sollen u.a. einen Beitrag zu den laufenden Methodik-Diskussionen zur Implementierung der EU-Wasserrahmenrichtlinie liefern.
Der erste Artikel Analyse und Ausweisung naturräumlicher Flusstypen widmet sich dem Thema Flusslandschaftstypisierung als notwendiges Instrument, um ausgehend von den Merkmalen individueller Flusslandschaften die generelle Wesensart für eine ganze Gruppe von Fließgewässern abzuleiten und damit auch Daten und Erkenntnisse aus Bewertungs- und Planungsprozessen auf ein Gewässer des gleichen Typs übertragen zu können.
Sowohl das Österreichische Wasserrechts- und Wasserbautenförderungsgesetz als auch die EU-Wasserrahmenrichtlinie nehmen Bezug auf die Typisierung und fordern diese als Voraussetzung für die Beurteilung von Fließgewässern. Die umfassenden Erfordernisse einer Klassifizierung und Abgrenzung von Fließgewässertypen für ein integratives Flusslandschaftsmanagement haben dazu geführt, dass derzeit europaweit methodische Studien durchgeführt werden.
Im Bewusstsein, dass nicht eine einzelne Fließgewässer-Typisierung den vielfältigen Anforderungen in Wissenschaft und Praxis gerecht werden kann, liefert dieser Artikel einen weiteren Beitrag für die Auseinandersetzung mit dieser Thematik.

Die Arbeit Status quo der österreichischen Flusslandschaften: Erfassung und Bilanzierung der Eingriffe und Nutzungen gibt einen österreichweiten Überblick über jene Eingriffe in Fließgewässer-Systeme, die den Zustand der Gewässer sowohl hinsichtlich ihrer morphologischen aber auch hydrologischen Charakteristik wesentlich prägen. Dazu zählen v. a. Regulierungen des Flussverlaufes und Flächennutzungen im Talraum ebenso wie kraftwerksbedingte Einflüsse durch Rückstau, Wasserausleitung und Schwellbetrieb. Die Ergebnisse unterstreichen die Dringlichkeit von integrativen Managementkonzepten, die neben Flussrückbau verstärkt Restaurationsmaßnahmen hinsichtlich der hydrologischen Verhältnisse beinhalten.

Ein Modellbeispiel für integrative Managementkonzepte wurde an der Möll abgehandelt. Im Rahmen dieses Fallbeispiels wurden ein partizipatives sowie ein sektorales hydromorphologisches, fisch- und vegetationsökologisches Leitbild entwickelt und darauf aufbauend Maßnahmenszenarien zur Verbesserung des ökologischen Zustandes erarbeitet. Diese sind im vierten Beitrag Leitbilder und Maßnahmen für Flusslandschaften - entwickelt am Beispiel der Möll dargestellt.
Als Basis für diese Arbeiten werden in einem eigenen Beitrag Gesetzliche und programmatische Rahmenbedingungen für Leitbildentwicklung und Maßnahmenplanung in Flusslandschaften beleuchtet. Diese werden hinsichtlich ihrer Ziele, Inhalte und Wirkungen charakterisiert. Die im Anschluss formulierten Empfehlungen beziehen sich schwerpunktmäßig auf die Instrumentarien der Raumplanung. Sie zielen auf die Implementierung des Instruments eines integrativen Flusslandschaftsmanagements in die einzelnen Materiengesetze, die Verbesserung der Kooperation zwischen den befassten Fachdienststellen sowie die Stärkung der integrativen Funktion der Raumplanung hin.

Mit der Bewertung der erarbeiteten Maßnahmenszenarien hinsichtlich ihrer ökologischen und ökonomischen Wirksamkeit sowie in Hinblick auf die nachhaltige Entwicklung beschäftigt sich der letzte Beitrag Integrative Bewertung des ökologischen Zustandes und der nachhaltigen Entwicklung von Flusslandschaften am Beispiel der Möll. Ziel der Arbeiten war es, ein Konzept für eine integrative Bewertung zu entwickeln, modellhaft durchzuspielen und Lösungsansätze zu formulieren. Die ökologische und ökonomische Bewertung basiert dabei grundsätzlich auf den Vorgaben der Wasserrahmenrichtlinie, welche die Erreichung des guten ökologischen Zustandes unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Grundsätze fordert.
Diesem Artikel ist als eine wesentliche Grundlage der Beitrag Entwicklung einer Methode für die Nachhaltigkeitsbewertung im Flusslandschaftsmanagement vorangestellt. Der hier dargelegte Ansatz geht auf das Defizit von Methoden gewässerbezogener Nachhaltigkeitsbewertung ein und liefert dazu einen ersten innovativen Beitrag.

Susanne Muhar & Sabine Preis

Abt.f.Hydrobiologie, Fischereiwirtschaft & Aquakultur
Univ. f. Bodenkultur, Wien
susanne.muhar@boku.ac.at

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Danube Watch 2/2002 (ICPDR)


 

A vision for the Möll River in Austria.

A forward-looking research project aimed at developing a vision for the Möll River in a process involving public participation has been carried out at the Vienna University of Natural Resources and Applied Life Science (BOKU)

Susanne Muhar

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Kontakt | Site by ANET | letzte Änderung: 14. 05. 2009