Flusslandschaftstypen Österreichs

Leitbilder für eine nachhaltige Entwicklung von Flusslandschaften

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Veranstaltet von:

HFA
Abteilung für Hydrobiologie, Fischereiwirtschaft & Aquakultur

Universität für Bodenkultur
Max Emanuelstraße 17,
A - 1180 Wien

Organisationskomitee:

S. Preis, G. Haidvogl, S. Muhar, S. Schmutz, A. Strigl, S. Trimmel

Kontakt:

Abteilung für Hydrobiologie,
Fischereiwirtschaft & Aquakultur
Universität für Bodenkultur
Max Emanuelstraße 17,
A - 1180 Wien
Tel: +43 1 47654 / 5208
Fax: +43 1 47654 / 5217
Email: sabine.preis@boku.ac.at
Publikationen ausgewählter Ergebnisse

Einleitung

Management von Flusslandschaften stellt heute sowohl die Wissenschaft als auch die Praxis vor komplexe Herausforderungen. "Integrated Catchment Management" als gültiges "State of the Art" Konzept hat sich die ganzheitliche und nachhaltige Entwicklung von gesamten Flusslandschaften zum Ziel gesetzt. Dafür ist während des Planungsprozesses neben der interdisziplinären Zusammenarbeit von Ökologen, Wasserwirtschaftern, Ökonomen und Sozialwissenschaftlern auch die transdisziplinäre Kooperation mit der Verwaltung, den Nutzern und der Bevölkerung erforderlich.

Die "Integrated Catchment Management" - Strategie ist die Antwort auf derzeit vorhandene, vielschichtige Probleme und Defizite an Fließgewässern bzw. Flusslandschaften. Diese wurden nicht zuletzt durch die bisher üblichen Planungsstrategien verursacht: Bis vor wenigen Jahren wurden gewässerspezifische Fragen z.B. des Hochwasserschutzes, der Gewässerökologie oder der Wassernutzung isoliert voneinander disziplinär bearbeitet. Auch auf administrativer Seite, wo die Kompetenzen meist getrennt sind, fehlte es an übergeordneten Planungsinstrumenten. Dieser Mangel an ganzheitlichen und nachhaltigen Lösungen hatte an vielen Flusslandschaften negative Auswirkungen. So führten beispielsweise flussbauliche Maßnahmen häufig zu einer Eintiefung der Gewässersohle und gefährden damit den Grundwasserhaushalt bzw. die Trinkwasserversorgung. Darüber hinaus nahmen sie, genauso wie die energiewirtschaftliche Nutzung, auf ökologische Erfordernisse kaum Rücksicht. Ein großes Defizit liegt zudem in der fehlenden Einbindung der Raumplanung in wasserwirtschaftliche Planung. Die seit Dezember 2000 geltende EU-Wasserrahmenrichtlinie greift diese Anforderungen und Probleme auf und verankerte den "Integrated Catchment Management" - Ansatz auch in der Europäischen Gesetzgebung. Damit offeriert dieses neue Gesetz nicht nur die Möglichkeit, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse in eine gewässerpolitische Richtlinie einfließen zu lassen, sondern stellt für Wissenschafter auch die große Herausforderung dar, sich hinsichtlich der Umsetzung der Vorgaben der WFD neue Forschungsansätze und Methoden zu überlegen und diese in relevante Instrumentarien zu implementieren.

Ziele des Workshops

Vor dem Hintergrund der Herausforderungen der WFD ist das Ziel des Workshops, "Integrated Catchment Management" aus der Sicht aller relevanten Fachdisziplinen vorzustellen und zu diskutieren. Dabei sollen auch die spezifischen Anforderungen, die sich aus der inter- und transdisziplinären Zusammenarbeit ergeben, als eigenes Thema behandelt werden.

Das Hauptinteresse des Workshops liegt auf dem wissenschaftlichen und fachlichen Informationsaustausch. So wird im Rahmen des Workshops "Integrated Catchment Management" auf genereller und theoretischer Ebene vorgestellt sowie praktische Erfahrungen aus verschiedenen Projekten präsentiert. Weitere Fallbeispiele werden aus disziplinärer Sicht dargestellt, wobei neben der Gewässerökologie die Fachbereiche Nachhaltigkeit, partizipative Prozesse, Ökonomie, Raumplanung und Wasserwirtschaft vertreten sind.

Einen inhaltlichen Schwerpunkt bildet das Projekt "Flusslandschaftstypen Österreichs - Leitbilder für eine nachhaltige Entwicklung von Flusslandschaften". Dieses Projekt wurde im Rahmen des österreichischen Forschungsprogramms "Kulturlandschaft" von einem interdisziplinär besetzten Team aus Gewässerökologen, Ökonomen, Nachhaltigkeitsforschern und Raumplanern erarbeitet.

Im Sinne von transdisziplinärer und partizipativer Problemlösung sind auch Vertreter aus der Verwaltung und "Enduser" eingeladen um die Anforderungen aus der Praxis sowohl in die Diskussion und als auch in die Ergebnisse des Workshops zu integrieren. Ausgewählte Vorträge des Workshops und die zusammenfassenden Statements werden in einer internationalen Zeitschrift publiziert.

 
Kontakt | Site by ANET | letzte Änderung: 14. 05. 2009